Praktikum

Sven Künzel

Ich heiße Sven Künzel und bin 18 Jahre alt. Als Mechatroniker in Ausbildung bei der Dresdner Verkehrsbetriebe AG interessiere mich für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Daher war es für mich die Gelegenheit, mich als junger Politikinteressierter - nominiert durch Jan Mücke - bei "Jugend und Parlament" (JuP) zu bewerben. Als ich vor gut einem Monat gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könne bei dem Programm mitzumachen, habe ich ohne zu überlegen "ja" gesagt - diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen. Ich bin Mitglied in der FDP und der Jungliberalen Aktion Dresden. "Jugend und Parlament" ist ein groß angelegtes Planspiel zur Simulation des Weges der Gesetzgebung. 312 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren aus ganz Deutschland mit unterschiedlicher politischer Orientierung sind mit dabei. Als gebürtiger Dresdner bin ich stolz darauf als einziger Jugendlicher aus Dresden bei dieser Runde "JuP" teilzunehmen. Jeder Teilnehmer bekommt eine fiktive Rolle zugelost, die unabhängig von seiner poltischen Meinung und von seiner Persönlichkeit ist. Man muss sich in seiner fiktiven Rolle einfinden und seine reale politischen Meinung völlig ausblenden.

Als fiktiver Abgeordneter der "Christlichen Volkspartei" im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung nahm ich an verschiedenen Arbeitsgruppen, Fraktionssitzungen und Ausschusssitzungen teil. Wir haben in unserer simulierten Fraktionssitzung einen Fraktionsvorsitzenden gewählt und tauschten uns über die Anträge aus den einzelnen Arbeitsgruppen und Arbeitskreisen aus. In der Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung haben wir den Gesetzesentwurf der PKW- Maut beraten. Als federführender Ausschuss hatten wir die Möglichkeiten den Gesetzentwurf nach unseren Vorstellungen zu gestalten. Die Christliche Volkspartei und die Liberale Reformpartei haben sich für die PKW- Maut ausgesprochen und hatten letztendlich durch die Stimmenmehrheit der Regierung im Ausschuss den "längeren Hebel" und der Antrag wurde angenommen. In der am darauffolgenden Tag stattfindenden Plenarsitzung mussten wir unseren Antrag vor allen Abgeordneten des Planspiels debattieren und verteidigen.

In meinen Augen war die Veranstaltung ein voller Erfolg, denn ich habe viel über das Arbeitsleben eines Abgeordneten gelernt. Die zahlreichen Jugendlichen, die ich abseits der Simulationen kennengelernt habe, und deren Ideen empfinde ich als Bereicherung meiner eigenen Sichtweise. So treffen viele verschieden politisch Interessierte und ihre Meinungen aufeinander und trotz mancher kleiner Meinungsverschiedenheit sitzen wir am Abend zusammen und reden miteinander - ob über Politik oder über das alltägliche. So stelle ich mir gelebte Demokratie vor.

Ich kann jedem politisch interessierten Jugendlichen nur empfehlen sich selbst auch für das Planspiel "Jugend und Parlament" zu bewerben. Herrn Mücke danke ich für die Möglichkeit der Teilnahme.

Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren können sich gern im Wahlkreisbüro von Jan Mücke bewerben, um im nächsten Jahr mit dabei zu sein, wenn das Planspiel "Jugend und Parlament" wieder für junge "Abgeordnete" die Türen des Deutschen Bundestages öffnet.

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